Institutsprofil

Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin

Arbeitsschwerpunkte

Das Zielorgan Respirationstrakt ist ein zentrales Thema am Fraunhofer ITEM. In In-vitro- und In-vivo-Modellen können gasförmige Substanzen und Aerosole auf ihre toxischen und kanzerogenen Wirkungen geprüft werden. Um Wirkungsmechanismen aufzuklären, werden biochemische, molekularbiologische, immuntoxikologische und histopathologische Methoden herangezogen. Für die Zulassung von Arzneimitteln für die Indikationen Allergie, Asthma und COPD führen wir unter der Leitung von Fachärzten klinische Studien der Phasen I-II nach GCP-Richtlinien durch. Auch die Wirkungen von arbeitsplatzrelevanten Stoffen, die inhalativ aufgenommen werden können, und die von Umweltaerosolen, werden in verschiedenen experimentellen Ansätzen untersucht. Für die klinische Abteilung ist das umfassende Fachwissen und die langjährige Erfahrung der Aerosoltechnologen am Fraunhofer ITEM eine wesentliche Voraussetzung. Das Know-how über die Aerosolisierung von Substanzen sowie über die Deposition und Kinetik von inhalierten Stoffen nutzen wir auch zur Entwicklung von Arzneimittelaerosolen für die inhalative Applikation.

Von Untersuchungen zum Wirkungsmechanismus bis hin zu den zulassungsrelevanten Studien und der technischen Entwicklung von Arzneimittelaerosolen können wir unseren Kunden alles bieten, was für die Entwicklung und Prüfung von inhalativ verabreichten Medikamenten benötigt wird.

Im Bereich Pharmaforschung sind Genexpressionsstudien ein Schwerpunkt. Mit ihnen können unter anderem neue Lead-Strukturen aus kombinatorischen Bibliotheken für Diagnoseverfahren und neue Therapieansätze identifiziert werden. Für eine effiziente Wirkstoffsuche bieten wir Verfahren mit hohem Durchsatz an, so genannte High-Throughput-Screening-Systeme. Therapeutische Eigenschaften und toxische Wirkungen von pharmakologisch wirksamen Substanzen können damit bereits frühzeitig erkannt werden.

Mit der personalisierten Tumortherapie befasst sich die gleichnamige Fraunhofer-Projektgruppe in Regensburg. Zunehmend wird deutlich, dass die Streuung von metastatischen Tumorzellen ein frühes Ereignis ist und dass sich gestreute Tumorzellen in den Zielorganen unabhängig von den Primärtumoren entwickeln und verändern. Ziel der Projektgruppe ist, die molekularen Eigenschaften von gestreuten Tumorzellen zu identifizieren und für die Verbesserung von Diagnostik und Therapie von Krebspatienten zu nutzen.

Auf der Grundlage von eigenen Studien oder auch von Literaturrecherchen führen wir Expositions- und Risikoabschätzungen für den Menschen durch und erstellen Dossiers und Gutachten über toxikologisch relevante Substanzen.