In-vivo-Inhalationstoxikologie

Der Schwerpunkt unseres Forschungs- und Entwicklungsangebots auf diesem Gebiet besteht darin, die Wirkungen luftgetragener Substanzen zu untersuchen, wann immer nötig gemäß GLP-Richtlinien der OECD. Mögliche Prüfsubstanzen sind Chemikalien, Umweltschadstoffe und Arzneimittel, auch Biopharmazeutika, für deren Zulassung eine entsprechende toxikologische Prüfung erforderlich ist. Wir bieten Ihnen eine große Band­breite von Projekten an – von der Entwicklung von Bewertungskonzepten bis hin zur Durchführung komplexer Prüfungen. Unser Team verfügt über langjährige Erfah­rung mit der Erzeugung unterschiedlichster Expositionsatmosphären aus verschie­denen Gasen und Aerosolen, beispielsweise Arzneimittel zur inhalativen Verabreichung, Faser­aerosole oder komplexe Gemische wie Automobilabgase. In unseren modernen Räum­lich­keiten stehen Expositionseinheiten zur Nose-only- und Ganzkörperexposition von Nagern zur Verfügung. Dank unserer interdisziplinären Kooperation innerhalb des Instituts sind wir in der Lage, selbst komplexe umwelt- und gesundheitsrelevante Fragestellungen zu bearbeiten. Sowohl Unternehmen als auch Forschungs­einrich­tungen und die öffentliche Hand profitieren davon. Als außeruniversitäre Forschungs­einrichtung können wir Partner bei Förderanträgen an die öffentlichen Hand sein.

Unser Angebot

© Fraunhofer ITEM
  • Inhalative Verabreichung und Toxizitätsbewertung von:
    • Arzneimitteln einschließlich kleiner Moleküle, rekombinanter Proteine und nicht­standardisierter Produkte wie Zell- und Gentherapien oder Bakteriophagen
    • Nanopartikeln und neuen Formulierungen
    • potenziellen Umweltschadstoffen
    • schwer löslichen Partikeln
    • luftgetragenen Verbraucherprodukten
  • Toxizitätsuntersuchungen nach intratrachealer Instillation
  • Biopersistenzuntersuchungen mit organischen und Mineralfasern
  • Komplexe Prüfsysteme zur adäquaten toxikologischen Charakterisierung
  • In-vitro/In-vivo-Untersuchungen zur Gentoxizität von Chemikalien und komplexen Gemischen
  • Risikobewertung von luftgetragenen Substanzen am Arbeitsplatz und in der Umwelt

Unsere Methoden

 

  • Richtlinienkonforme Studiendurchführung
    • Hochmoderne Anlagen und Messsysteme für die inhalative Exposition
    • Studien auch mit großem Umfang mit bis zu acht parallelen Expositionsgruppen
  • Nose-only- und Ganzkörperexposition
    • Erzeugung komplexer Inhalationsatmosphären (feste, flüssige, flüchtige und halbflüchtige sowie Suspensionen)
    • Eignungsprüfung von Aerosolgeneratoren für Toxizitätsuntersuchungen
    • Physikalische, chemische und biologische Charakterisierung von Prüfatmosphären
  • Toxikokinetik inhalierter Partikel
    • Elektronenmikroskopische Charakterisierung von Fasern und Partikeln (REM/TEM)
    • Systemische Verfügbarkeit, Deposition und Retention
    • Partikel-Clearance mithilfe radioaktiver Tracer
  • Spezifische Lungentoxizitätsmessungen
    • Entzündliche Reaktionen der Lunge
    • Enzyme und Zytokine in der bronchoalveolären Lavageflüssigkeit
    • Parameter für oxidative Schädigung des Gewebes
    • Histopathologie und immunhistochemische Verfahren
    • Zellproliferationsassays (z. B. BrdU, PCNA)
  • Komplette Studiendurchführung aus einer Hand einschließlich Formulierungs- und Bioanalytik, Pathologie, klinischer Chemie und Hämatologie
  • Gentoxizität
  • Sicherheitspharmakologie des Atemwegstrakts
  • Ex-vivo/In-vitro-Orientierungstests mit eigenen Modellen und Verfahren, z. B. dem P.R.I.T.®-Expositionssystem und menschlichen vitalen Lungenschnitten (PCLS)
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