Entwicklung von aktiven Implantaten

Die Wissenschaftler am Fraunhofer ITEM entwickeln derzeit Langzeitprüfmethoden für die Sicherheit von Implantaten, welche über die bekannten Standards der Temperaturbeschleunigung hinausgehen. Solche Forschungen dienen dazu, Revisionsoperationen zu vermeiden bzw. das Ausfallrisiko eines Implantats gering zu halten sowie Innovationshemmnisse für Neuentwicklungen abzubauen.

Obwohl beispielsweise von Cochlea-Implantaten jährlich schon fast 100.000 Systeme implantiert werden, sind Innovationen weiterhin notwendig, da der Versorgungsbedarf mit gegenwärtigen Lösungen bisher nicht bedient werden kann. Bei Retina-Implantaten steht der klinische Einsatz noch immer am Beginn und vor allem die Frage nach der Implantatlebensdauer ist noch immer sehr aktuell.

Neben dieser Entwicklungs- und Fertigungskompetenz verfügen die Wissenschaftler des Instituts über eine spezifische Prüferfahrung, die in künstlichen Körperflüssigkeiten wie Liquor oder Perilymphe eine zuverlässige, beschleunigte Lebensdauerprüfung leisten kann.

Unser Angebot

Die Brücke schlagen: Zwischen akademischer Forschung und klinischer Prüfung

 

Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen bei dem Transfer ihrer Innovationen in die klinische Prüfung. Auch wenn Prozesse an unterschiedlichen Standorten ablaufen, können sie dennoch zeitlich und örtlich begrenzt in der Einrichtung qualifiziert werden, welche den jeweiligen Prozess entwickelt hat. Dies kann ISO 13485 folgend durch eine zertifizierte Einrichtung erfolgen. Das Portfolio umfasst:

Atomlagenabscheidung (ALD) von Sperrschichten aus Aluminiumoxid im nm-Bereich

Parylene-C-Schichten zur Verkapselung aktiver Implantate

3D-Druck von Silikongummi in medizinischer Qualität zur Herstellung individueller Implantate

Bearbeitung mit dem Femtosekundenlaser

Plasmafunktionalisierung