Immunhistochemischer Nachweis blutbildender Stammzellen und induzierter pluripotenter Stammzellen

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Immunhistochemische Analyse von Teratomschnitten. Immunhistochemische Färbung auf CD34+- und CD31+-Zellen, die für hämogenes Endothel stehen (A; Maßstabsbalken 50 µm). Exemplarisches Ergebnis einer immunhistochemischen Färbung auf hCD90, hCD34 und humane Nuklei in einem Teratomschnitt; die Pfeile zeigen auf CD34+-/CD90+-Zellen (B; Maßstabsbalken 20 µm).

Ein Schwerpunkt unserer Forschungsarbeiten zur Verteilung von Zelltherapeutika im Organismus liegt auf dem immunhistochemischen Nachweis blutbildender Stammzellen und induzierter pluripotenter Stammzellen in Geweben und Organschnitten aus ganzen Organen von Versuchstieren, selbst wenn nur eine geringe Anzahl solcher Zellen im ganzen Körper verteilt ist. Zu diesem Zweck ist am Fraunhofer ITEM ein breites Spektrum an Antikörpern etabliert. Aus Sicherheitsgründen und für Zulassungszwecke werden die histopathologischen und immunhistochemischen Untersuchungen unter GLP-Bedingungen durchgeführt.

Ein Risiko bei Stammzelltherapien stellt die Bildung von Teratomen dar. Teratome sind Keimzelltumore, die durch Injektion von Stammzellen in immungeschwächte Mäuse gezielt erzeugt werden können. Während des Tumorwachstums differenzieren die injizierten Zellen in Zellarten aller drei Keimblätter, was zu einem gewissen Grad die embryonale Entwicklung darstellt. Dank des breiten Spektrums von Methoden, die wir zur Verfügung haben, können wir die Bildung von Teratomen als Endpunkt in toxikologischen Studien bewerten.