Institutsgeschichte

Meilensteine

 

27. Mai 1981:

Das Fraunhofer-Institut in Hannover nimmt seine Arbeit auf – nach nur zwei Jahren Planungs- und Bauzeit. Ein großer Forschungsauftrag eines Automobilunternehmers aus Wolfsburg stand bereits an: Autoabgase sollten untersucht werden. Ab dem Frühsommer 1981 arbeiteten mehr als 40 Menschen in den neuen Labors und Büros. Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Aerosolforschung ITA war der erste Name des Instituts, der die Schwerpunkte bereits benannte. Es galt, die Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Luftschadstoffen und deren toxischen Wirkungen auf den Menschen aufzuklären. Daher konzentrierten die Wissenschaftler ihre Forschungen auf die Gebiete Inhalationstoxikologie, Umwelthygiene, Zellbiologie, Prüfung von Chemikalien, Aerosolforschung und analytische Chemie.

 

1983:

Der zweite Bauabschnitt ist fertig gestellt. Bis 2010 werden es insgesamt elf Bauabschnitte sein. Das Institut umfasst dann mehr als 19 000 m2 umbauten Raum.

 

1996:

Prof. Dr. Dr. Uwe Heinrich übernimmt die Institutsleitung. Die Abteilungen Molekulare Toxikologie/Medizin und Klinische Forschung werden eingerichtet.

 

1998:

Die »Pharmako- und Toxikogenomik« wird aufgebaut und damit auch die Forschung zu molekularen Diagnose- und Therapieansätzen. Ab 2000 fördert dies das Land Niedersachsen.

 

2000:

Die Abteilung Klinische Atemwegsforschung beginnt ihre Arbeit.

 

2002:

Der Pollenprovokationsraum bewährt sich – später wird er den Namen Fraunhofer Allergen Challenge Chamber (ACC) tragen. Die erste klinische Studie wurde erfolgreich abgeschlossen. Der internationale Workshop »Models of Lung Disease« findet erstmals statt. Internationale Experten aus Wissenschaft und Industrie diskutieren hier über neue pharmazeutische Entwicklungen und über aktuelles aus der experimentellen Lungenforschung.

 

2003:

Aus ITA wird ITEM: Mit der Jahrtausendwende hat das Fraunhofer-Institut in Hannover sein Dienstleistungsspektrum entscheidend erweitert: Die Abteilungen Klinische Atemwegsforschung und Molekulare Medizin mit Forschungen zur Genomik, Proteomik und Metabolomik sind verstärkt im Fokus. Nach wie vor bleiben die bisherigen Kompetenzen wichtig, insbesondere die Aerosoltechnologie, denn dieses Know-how wird auch für den klinischen Bereich mit den Allergen-Provokationsräumen benötigt. Damit die Kompetenzerweiterung auch im Außenraum gut erkannt wird, hat das Institut seinen Namen geändert. Aus »Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Aerosolforschung ITA« wurde »Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM«.

 

2008:

Die »Pharmazeutische Biotechnologie« am Standort Braunschweig ergänzt die Kompetenzen des Fraunhofer ITEM. Mit der GMP-Anlage zur aseptischen Abfüllung klinischer Prüfware in Hannover und zur Herstellung von Biopharmazeutika kann das Institut alle Qualitätsstandards für Zulassungsuntersuchungen anbieten: GLP, GMP und GCP.

 

2010:

Das Fraunhofer ITEM wird Mitglied im Deutschen Zentrum für Lungenforschung – eines von sechs Gesundheitszentren, die die Bundesregierung 2010 initiiert hat und im neuen Gesundheitsforschungsprogramm fördert.

 

2014:

Eröffnung eines bundesweit einmaligen Studienzentrums für frühe klinische Studien, des »Clinical Research Center Hannover« (CRC Hannover) in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Das CRC Hannover bietet auf 6000 Quadratmetern Raum für klinische Studien, patientenorientierte Forschung, epidemiologische Studien und für die zentrale Biobank der MHH.