Professor Dr. Dr. Uwe Heinrich

Berufliche Laufbahn und Themenbereiche

© Foto Fraunhofer ITEM

Professor Dr. Dr. Uwe Heinrich

Uwe Heinrich ist Professor für Toxikologie und Aerosolforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover und leitet seit 1996 das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM. An der Eberhard Karls Universität in Tübingen studierte er Biologie (Diplom) und promovierte dort auch (Dr. rer. nat.), bevor er sich als Forschungsstipendiat zunächst am Institut für Toxikologie der Bayer AG in Wuppertal der allgemeinen Toxikologie mit Spezialisierung auf Inhalationstoxikologie und anschließend am Medizinischen Institut für Umwelthygiene der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf der Umwelthygiene und experimentellen Onkologie zuwandte. Später wurde er Lehrbeauftragter für Toxikologie und experimentelle Onkologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), habilitierte dort und erhielt seinen Dr. rer. biol. hum. habil. Als Privatdozent mit der venia legendi in experimenteller Onkologie war er ab 1989 an der MHH tätig. Sein Forschungsinteresse liegt primär auf der Inhalationstoxikologie, der Toxikologie von Partikeln, Fasern und Metallen, der Risikoabschätzung sowie der präklinischen Arzneimittelforschung und der Translationsmedizin. Seine Forschungsergebnisse hat er in mehr als 100 Artikeln veröffentlicht.

Prof. Dr. Dr. Uwe Heinrich ist Mitglied der »Academy of Toxicological Sciences« (U.S.A.) und Mitherausgeber des Buchs »Gefährdungsabschätzung von Umweltschadstoffen, Toxikologische Basisdaten und ihre Bewertung«. Er gehört der Forschungskommission des »Health Effects Institute« in Boston, U.S.A., an und bringt seit über zwei Jahrzehnten seine breit gefächerte toxikologische Expertise in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Arbeitsgruppen ein (z. B. Gremien/Arbeitsgruppen der  Internationalen Krebsforschungsagentur, IARC, Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft,  DFG, und Ausschuss für Gefahrstoffe, AGS).

Für seine herausragende Forschung im Bereich der Inhalationstoxikologie erhielt er 1991 den Kenneth-Morgareidge-Preis. Im Jahr 2011 wurde er für die Gründung und über zehnjährige erfolgreiche Leitung des Fraunhofer-Verbunds Life Sciences mit der Fraunhofer-Medaille ausgezeichnet und 2013 vom australischen Bundesstaat Queensland zum Botschafter für die Life Science in Queensland berufen.