Leistungszentrum »Translationale Medizintechnik«

Fraunhofer-Leistungszentren

Die Fraunhofer-Strategie zur nachhaltigen Standortentwicklung setzt nicht vordergründig auf neue Formate und Instrumente, sondern auf neue Qualität und Verbindlichkeit in Leistung und Wirkung. Basis ist die bestehende intensive Kooperation mit den Universitäten und die regionale Vernetzung mit der Wirtschaft. Um regionale Standorte mit den entsprechenden Gegebenheiten weiterzuentwickeln, fördert die Fraunhofer-Gesellschaft die Gründung sogenannter Leistungszentren.

Das Konzept der Leistungszentren versteht sich als Instrument der innovations- und verwertungsorientierten Exzellenzsicherung und ist der Beitrag der Fraunhofer-Gesellschaft zur Ausgestaltung der neuen Exzellenzinitiative. Mit dem Leistungszentrum »Translationale Medizintechnik« unterstützt die Fraunhofer-Gesellschaft als Einrichtung der angewandten Forschung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft das Innovationsgeschehen in der Region Hannover und am Institutsstandort Hannover.

Von der Grundlagenforschung zur klinischen Prüfung von Medizinprodukten

© Foto Fraunhofer ITEM

Unser Ziel ist es, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und der ersten klinischen Prüfung unter besonderer Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten zu schließen – im Hinblick auf Regulation, Qualitätssicherung und Fertigungstechnik. Zusammen mit Partnereinrichtungen bilden wir die Kette von der Innovation bis zur CE-Zulassungsfähigkeit ab.

Wir bieten Unternehmen wie auch Gründungsinteressierten die technische und regulatorische Unterstützung, mit der sie ihre Innovationen in und durch die klinische Prüfung bringen. Dies beinhaltet auch Spezialprozesse der Fertigung, die große wirtschaftliche Hürden für Unternehmen darstellen. Diese Prozesse werden von Partnern vorgehalten und unter dem Dach des Leistungszentrums mit einem entsprechenden Qualitäts- und Risikomanagement für Medizinprodukte plus passender Prozesslogistik im Sinne eines »One-Stop-Shops« zusammengefasst. Darüber hinaus begleiten wir Zulassungsprozesse inklusive ihrer Dokumentation, vermitteln und führen notwendige Prüfungen durch und optimieren diese entsprechend den Innovationserfordernissen in Abstimmung mit den staatlich benannten Prüfstellen.

In unseren Forschungskooperationen verbinden wir die Medizintechnik mit den Stärken des Fraunhofer ITEM insbesondere in den Bereichen Aerosoltechnologie und Biokompatibilität und der Partner im Leistungszentrum auf den Gebieten der Physik, Chemie, Biologie und Ingenieur- sowie Materialwissenschaften. Mit einem Schwerpunkt auf Polymeren und Mikro- bzw. Nanotechnik entstehen sensor- und aktorbasierte Lösungen für die Medizin, die Umwelttechnik und Lebensraumsicherheit.

Die Kernexpertisen des Zentrums für Implantate und Inhalationstechnologie werden systematisch in Richtung Smart-Drug-Device-Kombinationsprodukte entwickelt.

Unser Service und unsere Expertise

© Foto Fraunhofer ITEM

3D-Druck silikonbasierter Implantate mit konventioneller Verdrahtung oder verkapselter Dünnfilmtechnik

Entwicklung aktorischer Implantate, die sich direkt an Zielgewebe anbinden

Validierung neuer Elektrodenmaterialien wie Kohlenstoff-Polymerverbindungen

Beschleunigte Lebensdauertestung polymerbasierter Implantate

Entwicklung von Inhalationsgeräten für Pulver- und Flüssigaerosolisierung

Entwicklung sensorgesteuerter Beatmungs- und Inhalationstechnik

Entwicklung von Non-Target-Sensorik und Reinigungstechniken für die Atemluft

Sie profitieren von unserer langjährigen Erfahrung mit Arbeiten nach GXP-Richtlinien, mit Synergien aus experimenteller Toxikologie, umfangreicher Analytik und unseren theoretisch fundierten Modellierungs- und Simulationsmöglichkeiten.

Wir vermitteln gerne bei Ihrem Kontakt mit den Behörden und stellen Ihnen unsere Kooperationen mit nationalen und internationalen Organisationen zur Verfügung. Unser Spektrum reicht über die EU hinaus, auch in nordamerikanische und fernöstliche Märkte.