ERS-Forschungspreis

Forschung zur idiopathischen Lungenfibrose von der ERS ausgezeichnet

Aktuelles / 28.9.2015

Prof. Dr. Antje Prasse, Wissenschaftlerin am Fraunhofer ITEM und Oberärztin in der Klinik für Pneumologie der Medizinischen Hochschule Hannover, hat für ihre herausragende, umfangreiche Forschung auf dem Gebiet der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) den »ERS Research Award on Idiopathic Pulmonary Fibrosis 2015« erhalten. Verliehen wurde ihr der Preis am 27. September im Rahmen der Jahrestagung 2015 der Europäischen Gesellschaft für Atemwegserkrankungen (ERS) in Amsterdam. Die Lungenfibrose ist eine Erkrankung des älteren Menschen, bei der das Lungengewebe zunehmend vernarbt und zerstört wird. Neueste Daten gehen von einer Prävalenz von 2 Prozent der Normalbevölkerung der über 50-Jährigen und ca. 100 000 Todesfällen pro Jahr allein in Deutschland aus. Der ERS-Forschungspreis zur idiopathischen Lungenfibrose wird an Wissenschaftler verliehen, um deren Leistungen, Fortschritte und Forschungserfolge auf dem Gebiet der Pneumologie, insbesondere mit Schwerpunkt auf IPF, zu würdigen. Er ist mit 10 000 Euro dotiert und soll die IPF-Forschung weiter voranbringen. Der Preis wird von der Europäischen Gesellschaft für Atemwegserkrankungen gestiftet. Prof. Prasse ist eine herausragende Ärztin und Forscherin. In der Klinik für Pneumologie der Medizinischen Hochschule Hannover leitet sie als Oberärztin das Zentrum für interstitielle Lungenerkrankungen, in dem Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose aus ganz Norddeutschland behandelt werden. Des Weiteren arbeitet unter ihrer Leitung eine Attract-Forschergruppe am Fraunhofer ITEM. Das Förderprogramm »Fraunhofer Attract« bietet hervorragenden externen Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Ideen innerhalb eines optimal ausgestatteten Fraunhofer-Instituts marktnah in Richtung Anwendung voranzutreiben.