Workshop  /  10.11.2016

Zellbasierte In-vitro-Untersuchungsmethoden zu biologischen Wirkungen inhalierbarer Substanzen

Wir Menschen sind tagtäglich von luftgetragenen Substanzen umgeben: in unserer Freizeit, am Arbeitsplatz, in der Natur und auch im häuslichen Bereich. Der Kontakt zwischen dem menschlichen Organismus und diesen Substanzen geschieht in erster Linie über die Haut und die Atemwege. Mit bis zu 2 m² im Falle der Haut und bis zu 100 m² bei der Lunge bieten diese Organe riesige Flächen für einen solchen Kontakt.

Mit modernen Methoden ist es möglich, die biologischen Wirkungen luftgetragener Substanzen im Sinne des 3R-Prinzips (also »replace« = vermeiden, »refine« = verfeinern, »reduce« = verringern) in vitro zu untersuchen, und zwar sowohl deren toxikologische als auch pharmakologische Wirkungen. Mit geeigneten und relevanten zellbasierten In-vitro-Methoden kann heute somit nahezu jede Art von inhalierbaren Atmosphären untersucht werden, beispielsweise Trocken- oder Tröpfchenaerosole, Sprays, Emissionen bei der Verwendung von Verbraucherprodukten, Abgase, Nanopartikel und viele andere.

In diesem eintägigen Workshop am Fraunhofer ITEM in Hannover erhalten die Teilnehmer Einblick in eine Vielzahl wissenschaftlicher und praktischer Themen aus diesem sich stark entwickelnden Gebiet der In-vitro-Toxikologie. Dazu zählen die Konzeption von Versuchsaufbauten, Fragen rund um die Prüfung von Aerosolen, moderne Expositionsmethoden, biologische Testsysteme sowie regulatorische Gesichtspunkte.

Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Wissenschaftler und Berater aus der Industrie und dem akademischen Bereich, die auf dem Gebiet der inhalierbaren/luftgetragenen Substanzen tätig sind. Die Teilnehmer lernen diese In-vitro-Ansätze als leistungsfähige und aussagekräftige Methoden für die Anwendung in ihrem relevanten toxikologischen/pharmakologischen Tätigkeitsgebiet kennen.