Toxikologie und Umwelthygiene

Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin

Tierhaus

Das Tierhaus führt Untersuchungen mit tierexperimentellen Fragestellungen im präklinischen Spektrum durch. Für die experimentell arbeitenden Abteilungen des Instituts können Labornager (Ratte, Maus, Syrische Goldhamster aus eigener Zucht, Meerschweinchen) und Kaninchen im Tierhaus des Instituts gehalten werden.

Die intensive Zusammenarbeit mit den verschiedenen Arbeitsgruppen des Hauses und die langjährige Erfahrung des Tierhaus-Personals gewährleisten die Lösung von komplexen Prüfungsanforderungen.

Neben In-vivo-Untersuchungen am Zielorgan Respirationstrakt (Nasen- und Ganzkörperinhalationen, intratracheale Applikationen) können im Tierhaus im Rahmen der Prüfungsanforderungen weitere Applikationstechniken (p.o. / i.g., i.v., i.p., i.m., s.c., dermal) sowie kleine operative Eingriffe routinemäßig durchgeführt werden.
Abhängig von den Endpunkten der Untersuchungen können von erfahrenen Mitarbeitern Proben gewonnen werden, beispielsweise von Blut, Galle, Milch, Urin und Kot, sowie Organperfusionen und Gewebefixationen (auch mit BrdU-Markierung) ausgeführt werden.

Das Tierhaus ist mit Tierräumen von 20 bis 50 m2 ausgestattet, die entsprechend spezieller Prüfungsanforderungen individuell angepasst werden können. Außerdem sind zwei SPF-Barrieren, mehrere Ganzkörperinhalationskammern verschiedener Größe, zahlreiche Nose-only-Inhalationseinheiten, spezielle Behandlungs- und Laborräume sowie zwei Sektionslabore am Fraunhofer ITEM vorhanden.

Weitere Informationen

Leistungsbeschreibung

  • Kanzerogenitäts- und Toxizitätsstudien an Nagern
  • Zucht und Haltung von syrischen Hamstern, insbesondere für Langzeitstudien
  • Untersuchungen zur Transgenerationskarzinogenese
  • Inhalationsstudien mit juvenilen Ratten

Ausgewählte Projekte

Methoden

  • SPF Barrierehaltung von Labornagern
  • Nose-only-Inhalation
  • Ganzkörperinhalation
  • intratracheale Applikation 
  • weitere Applikationstechniken: p.o. / i.g., i.v., i.p., i.m., s.c., dermal
  • experimentelle elektromagnetische Befeldung von Tieren
  • DMBA-Induktion von Mammatumoren der Ratte
  • Probengewinnung von Blut, Galle, Urin, Faeces, Kot, Urin, Milch, Organen und Geweben
  • Organperfusion
  • Gewebsfixation
  • BrdU-Markierung

Kooperationen

  • Zentrales Tierlabor der Medizinischen Hochschule Hannover
  • Tierärztliche Hochschule Hannover

Ausgewählte Publikationen

2009

  • Ziemann, C.; Brockmeyer, H.; Reddy, S. B.; Prihoda, T. J.; Kuster, N.; Tillmann, T.; Dasenbrock, C.: Absence of genotoxic potential of 902 MHz (GSM) and 1747 MHz (DCS) wireless communication signals: In vivo two-year bioassay in B6C3F1 mice
    In: International Journal of Radiation Biology (2009), 11 p. (first article)

2008

  • Tillmann, T. ; Ernst, H. ; Reinhardt, T. ; Bitz, A. ; Streckert, J. ; Hansen, V. ; Mohr, U. ; Dasenbrock, C.: Tumor promotion by long-term UMTS electromagnetic field exposure in B6C3F1 mice prenatally treated with ENU
    Abstract
    In: Reproductive Toxicology 26 (2008), 1, p. 71.

2007

  • Tillmann, T.; Ernst, H.; Ebert, S.; Kuster, N.; Behnke, W.; Rittinghausen, S.; Dasenbrock, C.: Carcinogenicity study of GSM and DCS wireless communication signals in B6C3F1 mice.
    In: Bioelectromagnetics 28 (2007), 3, p. 173-187