Innovative Wirkstoffentwicklung für die Therapie der Organfibrose
Organfibrosen sind metabolisch getriebene Krankheitsprozesse mit hoher klinischer Relevanz, die unter anderem Leber, Niere, Lunge und Herz betreffen. Der Forschungsverbund FIBRO-NET bündelt akademische Expertise in der Stoffwechselforschung mit industriellem Know-how, um mithilfe KI-gestützten Drug Designs und innovativer humaner Organ-on-Chip-Modelle neuartige antifibrotische Wirkstoffe zu entwickeln.
Weltweit sind Organfibrosen ein gravierendes medizinisches Problem und direkt oder indirekt für rund 45 Prozent aller Todesfälle verantwortlich. Trotz dieser hohen Krankheitslast stehen bislang kaum wirksame kausale Therapien zur Verfügung.
Hier setzt FIBRO-NET an: Der 2026 gestartete Forschungsverbund verfolgt das Ziel, einen pharmazeutischen Wirkstoff zu entwickeln, der gezielt fibrotisches Gewebe adressiert und neue therapeutische Optionen für Patientinnen und Patienten eröffnet.
Gefördert wird das Projekt für drei Jahre im Rahmen von Gesünder.IN.NRW mit Mitteln des Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Neben dem Fraunhofer ITEM gehören das Universitätsklinikum Köln, die Universität Tübingen, das Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ) sowie die CureDiab Metabolic Research GmbH zu den insgesamt fünf Partnern an vier Standorten.
Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin