Tumorforschung

Personalisierte Therapiestrategien für Tumorerkrankungen erforschen

Aktuelle Projekte und Highlights

Die Erforschung metastatischer Krebserkrankungen sowie die Entwicklung von Diagnostika und pharmazeutischen Produkten stehen am Fraunhofer ITEM in Regensburg im Fokus. Ziel ist es, die Erkrankung des einzelnen Menschen zu verstehen, eine adäquate Diagnostik zu etablieren sowie die Prävention voranzubringen und Therapien zu optimieren.

 

TRILO: Biomarkeridentifikation in kleinen Zellpopulationen bis hin zu Einzelzellen

Unsere Plattform zur Identifikation des Therapieeffekts durch Low-Input-Omics (Therapy Response Identification Through Low Input Omics, TRILO) konzentriert sich auf Multi-Omics-Analysen von Patientenmaterial für die Biomarkerforschung und Studien zur Patientenstratifikation.

 

PEDRA: Patientenbasierte ex vivo Wirkstofftestung

Unserer Plattform für patientenbasierte Ex Vivo-Wirkstofftestung (Patient-derived Ex Vivo Drug Response Assays, PEDRA) ermöglicht funktionale Wirksamkeitstests von Arzneimitteln auf primärem Patientenmaterial, einschließlich des Tumormikromilieus.

 

Zelluläre Liquid Biopsy: Ein Meilenstein für die personalisierte Medizin bei seltenem Speicheldrüsenkrebs

Mithilfe der Flüssigbiopsie kann die personalisierte Medizin für Patientinnen und Patienten mit Speicheldrüsenkrebs (SGC) und anderen seltenen Tumorarten verbessert werden.

Liquordiagnostik

Mithilfe von Liquordiagnostik sollen präanalytische Standards für Biomarkerstudien mit Liquor sowie molekulargenetische Tests entwickelt werden.

Biomarkerstudien zur Optimierung der Krebstherapie

Komplexe Biomarkerstudien zur Therapieoptimierung bei seltenen oder schwer zu therapierenden Tumorerkrankungen.

 

Metastasen-Bildung erforschen

In dem Sonderforschungsbereich/Transregio (SFB/TRR) 305 arbeiten Forschende daran, die Metastasen-Bildung mithilfe von patientenspezifischen Modellsystemen zu erforschen.

 

Liquid-Biopsy-Konzept

Forschende des Fraunhofer ITEM erarbeiten mit Partnern Strategien, um das Konzept der Flüssigbiopsie (Liquid Biopsy) auf die Analytik von Liquor für die Diagnostik von Hirntumoren auszuweiten. 

Ex-vivo-Expansion von disseminierten Krebszellen ist mit Fortschreiten der Krebserkrankung assoziiert

Sequenzierung von Einzelzell-miRNA

Methodenvergleich und Anwendung auf Zelllinien und zirkulierende Lungentumorzellen.

Zugriff auf personalisierte Onkologie

In Kooperation mit dem onkologischen Spitzenzentrum »CCC Allianz WERA« ermitteln wir die geografische Reichweiche von Molekularen Tumorboards (MTBs).

Projektarchiv

Hier finden Sie weitere Projekte sortiert nach unseren Forschungs- und Entwicklungskompetenzen. 

Besondere Expertise

Molekularbiologische Charakterisierung einzelner Krebszellen

Eine Expertise der Forschenden liegt in der molekularbiologischen Charakterisierung einzelner Krebszellen, die als zirkulierende Tumorzellen aus Flüssigbiopsien, der sogenannten Liquid Biopsy, oder als disseminierte Krebszellen aus Lymphknotengewebe oder Knochenmark isoliert werden. Um neue therapiebegleitende Monitoring-Strategien zu definieren, wurden das Konzept der Liquid Biopsy und die Technologie zur Einzelzellanalyse weiterentwickelt, sodass auch Krebszellen aus dem Nervenwasser (Liquor cerebrospinalis) isoliert und analysiert werden können.

Patientenspezifische Therapien

Für die Entwicklung von patientenspezifischen Therapien, beispielsweise mit monoklonalen Antikörpern als Checkpoint-Inhibitoren und Arzneimitteln für neuartige Therapien (ATMPs), etablieren die Forschenden integrierte Teststrategien auf der Basis von Ex-vivo-Modellen aus menschlichen Tumorproben. Außerdem bauen sie das Hochdurchsatz-Wirkstoff-Screening auf der Grundlage von patientenindividuellen Modellen stetig weiter aus. Das am Institut verankerte Datenmanagement und die fundierte Bioinformatik ermöglichen die passgenaue Analyse der generierten multidimensionalen Daten.

Risikobewertung

Die Tumorgenese spielt ebenfalls eine Rolle bei der Risikobewertung von Wirkstoffen und Chemikalien. Auch im Auftrag der europäischen Zulassungsbehörden wie EMA, ECHA und EFSA erarbeitet das Fraunhofer ITEM in verschiedenen Projekten Beispiele einer Risikobewertung nichtgentoxischer Substanzen mithilfe von QSAR- und In-vitro-Modellen. Damit erweitern die Forschenden ihren bereits bestehenden Erfahrungsschatz bei der Erforschung und Anwendung von integrierten Bewertungs- und Teststrategien (IATA) – einer Risikobewertung, die das 3R-Prinzip berücksichtigt.

Unsere Angebote: Von der Molekularanalyse zur personalisierten Therapie

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