Mechanismus der durch Interleukin-2 ausgelösten Entzündung der Haut

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Interleukin-2 wird in unterschiedlichen Dosierungen für die Krebstherapie oder zur Behandlung inflammatorischer Erkrankungen eingesetzt – als häufige Nebenwirkungen treten dabei Hautausschläge auf.

Im EU-Projekt imSAVAR, das von der Innovative Medicines Initiative (IMI) finanziert wird, kooperieren Experten aus verschiedenen Ländern und Fachgebieten, um die Vorhersage unerwünschter Arzneimittelwirkungen zu verbessern. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Therapien, die das Immunsystem beeinflussen, wie beispielsweise CAR-T-Zellen, Antikörpern und Interleukinen.

Forschende am Fraunhofer ITEM haben sich die Therapie mit Interleukin-2 (IL-2) und die auftretenden Nebenwirkungen genauer angesehen. IL-2 wird zur Behandlung von Entzündungskrankheiten und Krebs eingesetzt. Allerdings geht diese Therapie häufig mit Hautausschlägen einher. Um die Ursachen für diese Nebenwirkungen zu ergründen, haben die Forschenden untersucht, wie IL-2 Immunreaktionen in der Haut auslöst und welche Rolle der IL-2-Rezeptor dabei spielt.

Die Forschenden stellten nach subkutaner IL-2-Injektion in Mäusen fest, dass sich verschiedene Immunzellen in der Haut angereichert haben, darunter angeborene lymphoide Zellen (ILC2), die IL-4 und IL-13 produzieren sowie dermale γδ-T-Zellen, die IL-17 produzieren. Das führte zu einer Verschiebung hin zu Immunreaktionen vom Typ-2 und Typ-17. Bei der Untersuchung der Bedeutung des IL-2-Rezeptors stellten sie fest, dass seine Reduzierung auf regulatorischen T-Zellen in der Haut die Hautentzündung verstärkte.

Zusammengefasst zeigen die Ergebnisse, dass Immunzellen des angeborenen Immunsystems die Hauptursache für die Nebenwirkungen der IL-2-Therapie sind und unterstreichen die Bedeutung des Rezeptors in diesem Prozess.

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Katherina Sewald

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Dr. Katherina Sewald

Abteilungsleiterin Präklinische Pharmakologie und In-vitro-Toxikologie

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