Lungen-Pharmakokinetik von inhalativen und systemischen Medikamenten: eine klinische Bewertung

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Klinische pharmakokinetische Studien mit Medikamenten, die auf die Lunge wirken, beschränken sich in der Regel auf Messungen der systemischen Plasmakonzentrationen, die keine direkten Informationen über die tatsächlichen Konzentrationen im Zielorgan Lunge liefern. Ziel der Studie war es, zu prüfen, ob pharmakokinetische Studien in der menschlichen Lunge durchführbar sind. Dafür wurde die Pharmakokinetik von häufig verschriebenen Medikamenten durch die Entnahme von Proben aus verschiedenen Lungenkompartimenten nach Inhalation und oraler Verabreichung untersucht.

© Fraunhofer ITEM, Felix Schmitt
Für klinische Pharmakokinetik-Studien mit Medikamenten, die auf die Lunge wirken, ist die Bronchoskopie eine wichtige Methode zur Gewinnung von Proben aus unterschiedlichen Lungenkompartimenten.

Es zeigte sich, dass pharmakokinetische Studien in der menschlichen Lunge durchführbar sind: Nach Inhalation konnte eine höhere Konzentration der Medikamente in der Lunge – in der Bronchialschleimhaut und in der bronchialen und peripheren Epithelflüssigkeit – gemessen werden als im Plasma.

Das Ergebnis ist insbesondere für klinische pharmakokinetische Studien neuartiger, auf die Lunge zielender Medikamente bedeutend. Denn die Medikamentenkonzentration im Zielgewebe kann dadurch genauer bestimmt und die therapeutische Dosis und das Dosierungsintervall besser abgeschätzt werden.

 

Zur Publikation: Lung pharmacokinetics of inhaled and systemic drugs: a clinical evaluation

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