EFSA-Projekt Emerging Risks III

Nahrungskette im Blick: Mögliche Risiken durch Industriechemikalien untersuchen und bewerten

Auf der Suche nach neu auftretenden Risiken durch Chemikalien in der Nahrungskette, arbeiten Forschende des Instituts Wageningen Food Safety Research (Projektleitung), der Universität für Chemie und Technologie in Prag und des Bereichs Chemikaliensicherheit und Toxikologie am Fraunhofer ITEM gemeinsam an dem von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) finanzierten Projekt »Screening for emerging chemical risks in the food chain« (OC/EFSA/SCER/2020/02).

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Auch von bereits bekannten Industriechemikalien können bisher unbekannte, neue Risiken ausgehen und sich in der Nahrungskette niederschlagen. Forschende am Fraunhofer ITEM untersuchen und bewerten diese Risiken im Rahmen eines EFSA-Projekts.

Bereits in früheren Projekten wurden 212 unter REACH registrierte Industriechemikalien als Stoffe mit »potenziell neu auftretenden Risiken« identifiziert, weil diese Stoffe möglicherweise in der Nahrungskette auftreten könnten. Im aktuellen Projekt werden Screening-Methoden zum Nachweis dieser Verbindungen nach einem abgestuften Konzept entwickelt und zum Nachweis und zur Quantifizierung in Lebensmittelrohstoffen aus verschiedenen Ländern eingesetzt. Darüber hinaus werden die Lebensmittel auch durch eine nicht zielgerichtete Screening-Strategie auf unbekannte halogenierte organische Chemikalien untersucht. Experten des Fraunhofer ITEM arbeiten an der Festlegung gezielter Nachweisgrenzen auf der Grundlage der Toxizität der Substanzen. Sie werden für ausgewählte Substanzen, die in den Lebensmitteln identifiziert wurden, eine vorläufige Risikobewertung im Hinblick auf die menschliche Gesundheit durchführen, um die Signifikanz des Vorkommens zu bewerten. Ebenso werden sie die potenzielle Aufnahme bewerten und mit toxikologischen Ausgangswerten in einem sogenannten »Margin-of-Exposure«-Ansatz vergleichen.

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Oliver Licht

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Dr. Oliver Licht

Projektleiter

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