Presseinformationen

Abbrechen
  • Heißt es eigentlich, wenn wir einen Wirkstoff »kennen«, dass wir auch all seine Wirkmechanismen kennen? Kann er auch gegen andere Erkrankungen wirksam sein? Warum das sogenannte Drug Repurposing, also die Weiterentwicklung zugelassener Medikamente zur Behandlung ganz anderer Erkrankungen wie in diesem Fall Covid-19, ein sehr wichtiger Bestandteil im Kampf gegen die Pandemie ist, diskutieren Prof. Dr. Armin Braun, Bereichsleiter der Präklinischen Pharmakologie und Toxikologie am Fraunhofer ITEM, und Dr. Bernd Rupp vom Wirkstoffradio im Podcast. Prof. Braun erläutert, wie Drug Repurposing funktioniert, zeigt die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen dieser Methode auf und stellt fest, dass die Prävention einer Erkrankung immer der Heilung vorgezogen werden sollte.

    mehr Info
  • Weltweit wächst die Überzeugung, dass die biomedizinischen Wissenschaften mit weniger Tierversuchen vorankommen können, indem In-vivo-Experimente durch In-vitro-Modelle mit menschlichen Zellen oder Geweben ersetzt werden. Wenn es allerdings darum geht, Krankheitsmechanismen, insbesondere auf Organ- und Systemebene, oder die Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten zu klären, sind Tiermodelle bisher noch unverzichtbar. Daher arbeiten Forschende – auch am Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM – daran, neue humanrelevante Krankheits- und Prüfmodelle gemäß dem 3R-Prinzip in vitro und ex vivo zu entwickeln. Ziel ist es, Tierversuche möglichst vollständig zu vermeiden (Replacement), die Zahl der Tiere zu verringern (Reduction) und ihr Leiden in Versuchen auf das unerlässliche Maß zu beschränken (Refinement).

    mehr Info
  • Projekt MONO4ERA

    Aktuelle Meldung / 07. Januar 2022

    Schon seit mehreren Jahren wird sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik über die Schwächen der aktuell in der EU praktizierten produktbasierten Umweltverträglichkeitsprüfung von Tierarzneimitteln und die Art möglicher Alternativen diskutiert.

    mehr Info
  • Maschinelles Lernen in der pädiatrischen Intensivmedizin

    Aktuelle Meldung / 10. Dezember 2021

    Die niedersächsische Gesundheitsministerin und Schirmherrin des Gesundheitspreises, Daniela Behrens, zeichnete drei herausragende Projekte mit dem mit 15 000 Euro dotierten Preis aus. Der Niedersächsische Gesundheitspreis fördert kreative Ideen und Projekte, die im Bereich der Prävention, Gesundheitsförderung und -versorgung vorbildhaft umgesetzt werden. Im Mittelpunkt der Förderung standen in diesem Jahr die psychische Gesundheit, ganzheitliche Bewegungsangebote und die Digitalisierung bzw. eHealth – besondere Herausforderungen für das Gesundheitswesen, insbesondere in einem zweiten Pandemiejahr.

    mehr Info
  • Rund 60 Millionen Patientinnen und Patienten leiden weltweit an einer Herzinsuffizienz – einer Erkrankung, die im fortgeschrittenen Stadium mit einer sehr begrenzten Lebenserwartung einhergeht, welche sogar geringer ist als bei zahlreichen Krebsarten. Bei der Herzinsuffizienz ist nicht nur das Herz betroffen, sondern auch mehrere andere Organsysteme, insbesondere die Lunge. Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) gibt in ihrem aktuellen Positionspapier einen Überblick über die Wechselwirkungen zwischen dem Herzen und anderen Organsystemen, klinische Befunde, zugrundeliegende Mechanismen und fordert mehr experimentelle Forschung und die Entwicklung passender Krankheitsmodelle, um die einzelnen molekularen Mechanismen der Herzinsuffizienz zu verstehen. Mit Forschung anhand von Modellen für Herz- und Lungenerkrankungen wollen die Forschenden am Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM einen Beitrag zur Entwicklung neuer Therapien leisten.

    mehr Info
  • Schnelle Therapieansätze gegen Viruserkrankungen

    Pressemitteilung / 08. Dezember 2021

    Viren sind ein großes Problem für die Gesundheit der Menschen weltweit – und das nicht erst seit Ausbruch der SARS-CoV-2-Pandemie. Trotz erfolgreicher Impfstoffentwicklung gibt es für die meisten Viruserkrankungen nach wie vor keine wirksamen Medikamente. Das soll sich möglichst schnell ändern. Mit dem Projekt iGUARD (integrated Guided Ultrafast Antiviral RNAi Drug development) will ein Forschungsteam um Prof. Dr. Armin Braun am Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM in Kooperation mit Prof. Dr. Dr. Axel Schambach, Leiter des Instituts für Experimentelle Hämatologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), RNA-basierte Wirkstoffe zur Bekämpfung von Viruserkrankungen entwickeln, die sich besonders schnell an unterschiedliche Viren anpassen lassen und so den Schutz gegen neu aufkommende Infektionskrankheiten ermöglichen. Das Projekt hat sich im Rahmen eines europaweiten Forschungswettbewerbs mit acht anderen Vorhaben unter 45 Bewerbern durchgesetzt und wird von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) zunächst für ein Jahr mit 700 000 Euro unterstützt.

    mehr Info
  • Prof. Dr. Dr. med. Thomas Thum ist bereits zum zweiten Mal einer der am häufigsten zitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Das US-amerikanische Unternehmen Clarivate Analytics zeigt einmal im Jahr, welche Publikationen der jeweiligen Fachdisziplin zu dem einen Prozent zählen, das am meisten zitiert wurde. Die Veröffentlichungen des Kardiologen und Biowissenschaftlers mit einem ausgeprägten Forschungsschwerpunkt auf der funktionellen Charakterisierung und dem translationalen Potenzial therapeutischer RNA-Strategien hatten großen Einfluss auf den Fortschritt der Herzforschung.

    mehr Info
  • ATMPs (»advanced therapy medicinal products«) sind eine neue Klasse von Arzneimitteln, die somatische Zelltherapeutika, Gentherapeutika und biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte umfassen. Bisher sind nur wenige Produkte europaweit zugelassen. Ein Grund dafür ist der langwierige und schwierige Weg ihrer Entwicklung. Vor der Anwendung beim Menschen muss in einer nichtklinischen Phase die Sicherheit des jeweiligen ATMP gezeigt werden, um potenzielle Nebenwirkungen auszuschließen. Da ATMPs biologischen Ursprungs sind und somit eine hohe Komplexität und Heterogenität aufweisen, bedarf es individueller Teststrategien. Die Entwicklung von ATMPs vom Labormaßstab zur Herstellung unter Bedingungen der »Guten Herstellungspraxis« (kurz GMP für engl. »Good Manufacturing Practice«) folgt behördlich vorgegebenen Regularien.

    mehr Info
  • Digital, hybrid und in Präsenz – der November der Wissenschaft wird in diesem Jahr für zwei Wochen zum #knowember. Vom 1. bis zum 14. November laden hannoversche Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Bildungsträger*innen zu Vorträgen, Diskussionen, Experimenten und Exkursionen ein.

    mehr Info
  • Hoffnungsträger RNA

    Aktuelle Meldung / 22. Oktober 2021

    Die Begriffe DNA und RNA kennen viele Menschen schon aus dem Biologieunterricht. Dass RNAs auch als Wirk- und Impfstoffe eingesetzt werden können, war vor der Corona-Pandemie jedoch den wenigsten bekannt. Aber was genau steckt dahinter? Weiß auch jeder, welche Eigenschaften Ribonukleinsäure hat und warum gerade RNA-Moleküle die Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19 in ungewöhnlich kurzer Zeit ermöglicht haben? In der Wissenschaft ist das Potenzial von RNAs schon seit 30 Jahren kein Geheimnis mehr. Doch nicht nur in der Impfstoffentwicklung spielt die RNA-Forschung eine Rolle.

    mehr Info