Presseinformationen

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  • Die chronische Herzinsuffizienz, an der allein in Deutschland über zwei Millionen Menschen leiden, ist bislang nur eingeschränkt behandelbar. Heute erhielt Prof. Dr. Dr. Thomas Thum, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM und Leiter des Instituts für Molekulare und Translationale Therapiestrategien (IMTTS) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), den Paul-Martini-Preis für die Identifikation und weitere Entwicklung von neuen RNA-basierten Therapien der Herzschwäche. Der Preis wird jährlich von der Paul-Martini-Stiftung, Berlin, für herausragende Leistungen in der klinisch-therapeutischen Arzneimittelforschung verliehen und ist mit 50 000 Euro dotiert. »Professor Thum hat mit seinem Team verschiedene neue therapeutische Angriffspunkte identifiziert, hat darauf aufbauend neue Therapien entwickelt und nun erstmals einen dieser RNA-Wirkstoffe an Patienten erprobt. Das macht Hoffnung auf Therapiefortschritt und ist ein hervorragendes Beispiel für Translation vom Labor zur Therapie«, würdigte Prof. Dr. Stefan Endres von der Universität München den Preisträger im Namen der sechsköpfigen Jury.

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  • Das internationale Konsortium iCAIR® hat im Mai 2020 ein Forschungsprojekt zur Entwicklung von Medikamenten gegen SARS-CoV-2 gestartet. Eng in das Projekt eingebunden ist auch das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), das seit vergangenem Jahr das Kernteam des Konsortiums verstärkt. Unter der Leitung von Prof. Ulrich Kalinke erweitern die HZI-Forschenden das hervorragende Kompetenzrepertoire von iCAIR®: Sie können auf Erfolge in der antiviralen Forschung, vor allem zu humanpathogenen RNA-Viren, zurückblicken, verfügen über Substanzbibliotheken sowie über Testmodelle und primäre Virusisolate. Als temporärer Projektpartner ist außerdem ein Team vom Fraunhofer ITMP unter der Leitung von Prof. Carsten Claussen und Dr. Ole Pless mit an Bord. Das iCAIR®-Team kann bereits vielversprechende Ergebnisse vorweisen, die beim virtuell veranstalteten Workshop »Models of Lung Disease« des Fraunhofer ITEM im Januar von iCAIR-Koordinator Prof. Armin Braun und anderen vorgestellt wurden.

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  • Ziel des Projekts FingerKIt ist die Entwicklung einer erstmals durchgängig automatisierten Prozesskette zur Herstellung patientenindividueller Implantate. Das Konsortium besteht aus den Fraunhofer-Instituten IAPT (Projektleitung), IKTS, ITEM, IWM und MEVIS. Der Fokus liegt aktuell auf dem wachsenden Markt der Fingergelenksimplantate.

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  • Bauchspeicheldrüsen-Medikament hemmt neue SARS-CoV-2-Aktivatoren, die in den oberen Atemwegen identifiziert wurden / 2021

    Helfen bekannte Medikamente gegen das SARS-Coronavirus-2?

    Aktuelle Meldung  / 03. März 2021

    Neu entwickelte Medikamente zur Behandlung von COVID-19 sind derzeit noch nicht verfügbar. Die Umwidmung bereits vorhandener Medikamente könnte den Weg zur Therapie von COVID-19 verkürzen, da diese schon für den Einsatz im Patienten zugelassen wurden. Das Medikament Camostat könnte geeignet sein. Die Ergebnisse eines Forscherteams des Deutschen Primatenzentrums in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ITEM zeigen, dass die Entwicklung von Camostat und verwandten Inhibitoren für die COVID-19 Therapie weiter vorangetrieben werden sollte (EBioMedicine).

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  • Luftreinigung und -desinfektion / 2021

    Virenfreie Luft durch neuartigen Raumlüfter

    Pressemitteilung / 01. März 2021

    In geschlossenen Räumen ist die Corona-Gefahr besonders groß. Aerosole spielen eine entscheidende Rolle bei der Übertragung von Sars-CoV-2 und erhöhen die Konzentration der Corona-Viren in Büros und Co. Ein neuartiges Lüftungssystem von zwei Fraunhofer-Instituten filtert die Viren effizient aus der Raumluft, verbrennt sie kalt und lässt nichts anderes übrig als geringe Mengen an Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff.

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  • Bioprozesstechnologie / 2021

    Antikörperentwicklung in Höchstgeschwindigkeit

    Pressemitteilung / 01. Februar 2021

    Der Weg zu neuen Biopharmaka ist lang und kostspielig. Von der Entdeckung eines Protein-Wirkstoffs bis zur Marktreife des Medikaments vergehen oft mehr als zehn Jahre. Eine große Hürde stellt der Weg vom Labor in die klinische Prüfung dar. Üblicherweise dauert es anderthalb bis zwei Jahre, um solche Prüfmedikamente für klinische Studien herzustellen. Die Pharmazeutische Biotechnologie des Fraunhofer ITEM konnte diesen Schritt durch eine neue Produktionsstrategie auf sechs Monate verkürzen.

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  • Professor Thomas Thum ist seit dem 1. Januar 2021 neuer Leiter des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM in Hannover. Von nun an steht er gemeinsam mit Professor Krug an der Spitze des Instituts. Zudem hat Professor Thum den mit der Fraunhofer-Institutsleitung verbundenen Ruf auf die W3-Professur »Translationale Validierung innovativer Therapeutika« an der benachbarten Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) angenommen.

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  • Toxikologische Risikobewertung von Chemikalien / 2021

    Tierversuche vermeiden

    Pressemitteilung / 04. Januar 2021

    Nach wie vor sind Daten aus Tierstudien nötig, um die Sicherheit einer Substanz für den Menschen zu bewerten. In verschiedenen Projekten arbeitet das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM gemeinsam mit über 39 Partnern aus 13 Ländern an einem Paradigmenwechsel: weg vom Tierversuch – hin zu einem tiefen Verständnis der Wirkungsweise chemischer Substanzen.

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  • Zurzeit gibt es noch keine wirksamen Medikamente gegen das SARS-Coronavirus-2 und die von ihm ausgelöste COVID-19-Erkrankung. Mit dem Ziel, Wirkstoffe zu identifizieren, die spezifisch die Verpackung des SARS-CoV-2-Genoms in das Viruspartikel verhindern und somit dessen Vermehrung unterbinden, kooperiert die Arbeitsgruppe für »High-Throughput Drug und Target Discovery« am Fraunhofer ITEM in Regensburg mit Partnern aus der Universität Regensburg und der Firma 2bind GmbH. Das Projekt wird von der Bayerischen Forschungsstiftung für einen Zeitraum von einem Jahr ab Dezember 2020 gefördert.

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